Geschichte

  • 06/2004

    Die Radiologie-Abteilung im Klinikum Landshut

  • 07/2004

    Neuausrichtung der Radiologie

  • 2005

    Gründung des Privatinstituts für Kernspindiagnostik

  • 2012

    Gründung Offene MRT im Gesundheitszentrum

  • 2014

    Komplett Erneuerung des GE-Gerätes auf neuesten technischen Stand

  • 2015

    10 Jahre Kernspin im Klinikum

  • Juni 2004

    Die Radiologie-Abteilung im Klinikum Landshut

    Hauptaufgabe der Radiologie ist es, die verschiedensten Fachdisziplinen bei allen Fragestellungen mit diagnostischer Bildgebung zu versorgen. Ein Teilaspekt der Radiologie ist auch die Behandlung (interventionelle Radiologie). Seit Wilhelm Conrad Röntgen 1895 in Würzburg die Röntgenstrahlen entdeckte, hat die Radiologie dank innovativer Technik eine rasante Entwicklung erlebt. In den 70er Jahren kam es zu einem Aufblühen des Faches als zur Röntgen-Bildgebung neue Verfahren insbesondere die Schnittbildtechniken hinzukamen: Die Schnittbildtechnik mit Röntgenstrahlen ist die Computertomographie, ohne ionisierende Strahlen sind dies die Sonographie und die Magnetresonanztomographie. Die technische Weiterentwicklung der Geräte und Methoden erfolgte in schnellem Tempo, das Fachgebiet wurde rasch immer umfangreicher. In der Radiologie haben sich verschiedene Schwerpunkte herausgebildet wie die Neuroradiologie, Kinderradiologie. Aus der Bildgebung heraus entwickelt hat sich der Zweig der interventionellen Radiologie (Behandlung unter Bildgebung). Den stürmisch gewachsenen Aufgabenfeldern des Faches trägt man 2004 im Klinikum Landshut Rechnung: Aus der damals noch so genannten „Abteilung für Strahlendiagnostik und Strahlentherapie“ lagert man das Teilgebiet Radioonkologie (Strahlentherapie) aus und führt es als eigene Abteilung. Die Radiologie in der Abteilung für Strahlendiagnostik und Strahlentherapie“ ist zu diesem Zeitpunkt technisch und strukturell längst nicht mehr zeitgemäß aufgestellt. Es mussten zeitnah erhebliche Veränderungen in Gang gesetzt werden, um moderne Qualitätsstandards zu erreichen und patientengerecht sowie wirtschaftlich zu arbeiten.

  • Juli 2004

    Neuausrichtung der Radiologie

    Nach Antritt des neuen Chefarztes Privatdozent Dr. Hans-Peter Dinkel im Juli 2004 wird zügig die grundlegende Neustrukturierung und Modernisierung der Radiologieabteilung betrieben. Die Abteilung übernimmt neue Aufgabenfelder, modernisiert ihre Bildgebungsgeräte, beschleunigt die Befundung und baut das Servicenetz aus.

    Neue Hochleistungsgeräte

    2005 Neues Vakuumstanzbiopsiesystem (Fischertisch) in der Radiologie: Hiermit ist die Erstzertifizierung als Hauptkooperationspartner des Brustzentrums möglich. Das zertifizierte Brustzentrum am Klinikum Landshut war eines der ersten seiner Art in Bayern.

    2006 Neuanschaffung eines High End-Ultraschallsystems.

    2007 Das alte Durchleuchtungsgerät wird durch ein Multifunktionsgerät für Angiographie und Durchleuchtung ersetzt.

    2008 Mit dem neuen 128-Zeilen-Computertomograph wird die CT der Herzkranzgefäße möglich.

    2010 Anschaffung PET-CT in den Räumlichkeiten der Radiologie (gemeinsame Befundung mit der Nuklearmedizin). Ersatzbeschaffung aller Röntgengeräte mit digitalen Vollfelddetektoren.

    2014 Neueste digitale Vollfeldmammographie (Hologic Selenia Dimensions) mit Tomosynthese und Tomobiopsie.

    Schnellere Kommunikationswege

    Ab 2005 beginnt die elektronische Vernetzung der MRTAbteilung mit einem modernen Praxisinformationssystem.

    2006 Patienteninformationssystem RIS geht ab Januar in Betrieb. Umstellung auf Speicherfoliensystem. Zunächst als Leihgabe des Kernspin-Instituts erhält die gesamte Radiologische Klinik ein PACS-System (die Röntgenbilder werden nicht mehr analog entwickelt sondern digital gespeichert).

    2007 erhält die Radiologie ihr eigenes PACS-System zur Bildarchivierung und Verteilung: Die Bildgebung ist nun zeitnah auf allen Stationen verfügbar.

    2011 Digitales Diktat beschleunigt die Befundung.

    2012 Spracherkennung: Die Befunde können vom Arzt per Sprachsteuerung selbst erstellt werden.

    2013 Übernahme teleradiologischer Versorgung anderer Kliniken.

    Ausbau der interventionellen Eingriffe

    Grundlegende interventionelle Eingriffe wurden bereits seit den 70er Jahren am Klinikum Landshut betrieben. PD Dr. Dinkel bringt Erfahrung mit hochspezialisierten Interventionen von einem in Europa führenden Zentrum für Interventionelle Radiologie mit. Am Inselspital Bern, Schweiz, war er 5 Jahre lang zuletzt als Stellvertreter des Chefarztes und als Direktoriumsmitglied am Departement Radiologie Inselspital Bern tätig.

     

    Er führt am Klinikum Landshut erstmals Interventionen auf dem Niveau einer Universitätsklinik durch:

    » Ballondilatationen (perkutane transluminale Angioplastie PTA): Erweiterungen von Blutgefäßen, Gefäßverengungen oder -verschlüssen ohne Operation mit Katheterverfahren

    » Cutting Balloon bei exzentrischen Stenosen und harten Verkalkungen der Gefäße

    » Stent-PTA (Metallstützen): Einsatzbereich: Bauchschlagader, Becken-, Oberschenkel-, Unterschenkel- und Fußarterien, Dialysefisteln (Stents = Gef..stützen aus Metall zum Offenhalten der Gefäße)

    » Stent-PTA der Nierenarterien: Diagnostik und Dilatation der Nierenarterien

    » Carotis-Stent / Subclavia-Stents = Stent-PTA der Halsschlagadern: Verhütung von Schlaganfällen

    » Aspirations- und Lysetherapie: Entfernung von Gerinnseln aus verstopften Arterien

    » Atherektomie (Gefäßhobel)

    » Cava-Interventionen: Eröffnung der großen Körpervenen bei Einflussstauung (SVCS)

    » Gallengangsinterventionen:

    • Perkutane transhepatische Drainage (PTCD)

    • Gallengangs-PTA

    • Gallengangs-Stents

    » Embolisationstherapie (bei Tumoren, Myomen, Blutungen)

    » Medikamentenbeschichtete Ballons und Stents: zur Verhinderung von erneuten Einengungen

    » Stentgraft-Therapie (Endoprothesen): bei Aneurysmen (Gefäßaussackungen)

    » Eingriffe an der Wirbelsäule unter MRT-Bildgebung (seit 2012):

    · MR-Periradikuläre Therapie PRT

    · MR-Facettengelenksblockade

     

    Dem interventionellen Schwerpunkt wird in der Umbenennung der Radiologischen Abteilung in „Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie“ Rechnung getragen. 2015 wurde sie nach ISO 9001 durch den TÜV Süd zertifiziert.

    Entwicklung im Bereich Kernspindiagnostik

    Die Kernspintomographie am Klinikum Landshut war bei Amtsantritt von PD Dr. Dinkel an eine externe Praxis ausgelagert, die bald darauf aus Altersgründen aufgelöst wurde. Zum Einsatz kam ein historisches Gerät. Der unmittelbare Kontakt zur Radiologieabteilung und den Ärzten der Fachabteilungen fehlte. Die Radiologie und andere Abteilungen des Klinikums müssen zu diesem Zeitpunkt mit umfassenden Investitionen auf den neuesten Stand gebracht werden. Daher wollte das Klinikum die zusätzliche Millionen-Investition für ein Kernspingerät nicht selbst leisten. Den Verantwortlichen ist jedoch bereits damals klar, dass an einer leistungsstarken Kernspindiagnostik kein Weg vorbei führt. Um zeitnah Spitzenmedizin bereitzustellen, entsteht im Herbst 2004 als Private-Public-Partnership in Kooperation mit dem Klinikum Landshut das Privatinstitut für Kernspindiagnostik Priv.-Doz. Dr. Dinkel. Begleitet und gefördert durch die Geschäftsleitung und den Aufsichtsrat des Klinikums entsteht in Kooperation mit dem Klinikum ein moderner Dienstleistungsbetrieb.

  • 2005

    Gründung des Privatinstitus für Kernspindiagnostik - ein modernes HD 1,5 Tesla Kernspingerät

    Ab Oktober 2004 geplant, beginnen im Februar 2005 die Bauarbeiten für die neue Kernspintomographie neben der Radiologie-Abteilung in der Eingangsebene. Während des Umbaus wird ab Mai 2005 zunächst im provisorischen Container mit dem Interimsgerät der Patientenbetrieb begonnen. Damit ist innerhalb des Hauses erstmals der direkte Kontakt zwischen Kernspinabteilung und den Stationen bzw. den Ärzten des Klinikums hergestellt.
    Im Juli noch wird die HF-Kabine eingebaut und im August der Magnet installiert. Ab 15. September 2005 wird das Personal am neuen HD-Gerät von GE geschult. Am 28. September 2005 wird der reguläre Patientenbetrieb im neuen Privatinstitut für Kernspindiagnostik Priv.-Doz. Dr. Dinkel aufgenommen.

    Die Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie sowie das Privatinstitut für Kernspindiagnostik Priv.-Doz. Dr. Dinkel versorgen die klinischen Fachabteilungen im Klinikum Landshut sowie die zertifizierten Organzentren wie das Brustzentrum, Herzzentrum, Prostatakarzinomzentrum und das interdisziplinäre Lungenzentrum. Diverse Krankenhäuser der Region werden als Kooperationspartner einbezogen, u.a. das Kreiskrankenhaus Mainburg der Ilmtal-Klinik GmbH. Spezialisierte Belegärzte beziehen MRT-Leistungen zur OP-Planung. Im ambulanten Bereich steht das Privatinstitut für Kernspindiagnostik offen für Privatpatienten, Selbstzahler sowie BG-Fälle (Arbeits- und Schulunfälle).

  • 2012

    Gründung Offene MRT im Gesundheitszentrum

    Durch den Neubau bietet sich die Möglichkeit ein ganzheitliches Konzept für eine angenehme und patientenfreundliche Gestaltung der Kernspinuntersuchung räumlich umzusetzen. Die Untersuchung in einem offenen Gerät mit Tageslicht wird von vielen Menschen als weitaus angenehmer empfunden. Für Menschen mit Klaustrophobie (Platzangst) konzipiert, verbindet das neue Philips Panorama HD 1,0 Tesla-Gerät Hochleistungstechnik mit höchstem Komfort. Das offene Gerät (HD 1,0 Tesla) mit ausgezeichneter Bildqualität eignet sich besonders für Gelenk- und Kopfuntersuchungen, Herz- und Halsgefäße, sowie Interventionen wie z.B. PRT. Bei speziellen Indikationen, bei der die geschlossene MRT bessere Bildqualität ermöglicht, kann klaustrophobischen Patienten durch leichte Beruhigungsmittel der Untersuchungsvorgang erleichtert werden.
    Besonders für Kinder ab ca. 5 Jahren ist die Offene MRT eine ausgezeichnete Untersuchungsmöglichkeit. Durch die besondere Geräteform und die Strahlenfreiheit der Untersuchung ist die Anwesenheit einer Begleitperson möglich und bietet so einen angstfreien Ablauf. Übergewichtige Menschen können aufgrund der offenen Form des Magneten leichter untersucht werden.

  • 2014

    Komplett-Erneuerung des GE-Gerätes auf neuesten technischen Stand

    2014 wird ein vollständiges Upgrade (umfassende technische Modernisierung) des Gerätes auf aktuellen Hard- und Softwarestand (HDXT Version 23) durchgeführt. Neue Sequenzen sind nun möglich, u.a.
    » 3D-Dixon (= Mehrfach-Kontraste in einer Untersuchung)
    » Ganzkörperdiffusion
    » IDEAL: Fett-Wasser-Separation auch in schwierigen anatomischen Regionen
    » Propellersequenz in 3 Ebenen: bewegungskorrigierende Sequenz für Kinder und unruhige Patienten in allen Kontrasten
    » SWAN: suszeptibilitätsgewichtete Bildgebung (SWI) z.B. bei V.a. Hirnvenenthrombose

    Neu sind auch z.B. kontrastmittelfreie Angiographien der Beingefäße oder Nierenarteriendarstellungen ohne Kontrastmittel bei Dialysepatienten.

    1,5 Tesla high-end System vom Typ Signa Excite Advantage HDXT 1,5 T der Firma General Electric (GE)

    Vorteile: Ein wesentlicher Bestandteil von HD ist die parallele Bildgebung, die eine Erhöhung der Bildqualität bei gleichzeitiger Reduktion der Untersuchungszeit ermöglicht. Das System verfügt über spezielle Mehrkanal-Spulen und ein Mehrkanal-Bildakquisitionssystem.

    · Kurzer Magnet mit weiter Öffnung

    · Abkoppelbarer Patiententisch

    · Große Magnethomogenität

    · 16-Kanal parallele Bildgebung

    · Ultraschneller Bilderrechner 850 B./Sek.

    · 1,5 Tesla

    · Gradienten Amplitude 33 mT/m pro Achse

    · Slew Rate 120 T/m/s

    · Subsekunden-TR, ultrakurze TE

  • 24. Juni 2015

    Zum 10 jährigen Bestehen des Privatinstituts für Kernspindiagnostik Priv.-Doz. Dr. Dinkel wurde am 24. Juni im Gesundheitszentrum am Klinikum, den Gästen ein interessanter Abend in netter Gesellschaft geboten. Nach einen spannenden Vortrag von Priv.-Doz. Dr. Hans-Peter Dinkel über das 10 jährige bestehen des MRT am Klinikum Landshut folgte eine Dankesrede über die Vorteile der Privatisierung von Alt-Oberbürgermeister und Senator Josef Deimer. Ein weiterer Vortrag von Dr. Dominik Quaiser verdeutlichte die moderne Entwicklung der MRTs und veranschaulichte deren Möglichkeiten. Danach konnten sich die Gästen untereinander austauschen und kleine Snacks genießen. In gemütlicher Runde wurde gefachsimpelt und gefeiert.

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